Pool erden oder nicht??

Erfahrungen und Pool / Schwimmbad Kaufberatung

Pool erden oder nicht??

Beitragvon Palmzweig » Di 4. Mai 2010, 15:49

Servus

bevor ein Streit mit meinem Nachbarn noch eskaliert frag ich euch mal.
Muss man einen Polyester-Pool erden??? Was bringt das???
Die Rohre und die Wanne sind doch aus Kunststoff, da bringt doch eine Erdung nix :? :?

Hoffe Ihr könnt mir eine gute Erklärung bringen :D
Palmzweig
 
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Re: Pool erden oder nicht??

Beitragvon Admin und Seo » Di 4. Mai 2010, 19:07

Hallo das wird hier in einen Glaubenskrieg ausarten das sehe ich schon kommen :D

Hier kommt die die:

DIN VDE 0100 zum tragen
hier mal auszugsweise:

Teil 702: Becken von Schwimmbädern und andere Becken

702.Anwendungsbereich
Diese Norm gilt für das Errichten elektrischer Anlagen in den in 702.32 festgelegten Bereichen der Becken
von Schwimmbädern und anderen Becken. In diesen Bereichen ist üblicherweise aufgrund der Verringerung
des elektrischen Widerstands des menschlichen Körpers und seiner Verbindung mit Erdpotential die Wirkung
eines elektrischen Schlags größer als außerhalb der Bereiche.
Diese Norm gilt nicht für natürliche Gewässer, mit Wasser gefüllte Kiesgruben, Küstenbereiche und ähnliche
Gewässer. Sind bei solchen Gewässern jedoch bestimmte Stellen als Schwimmbad ausgewiesen, gelten für
die dort zu errichtenden elektrischen Anlagen die Anforderungen für Becken von Schwimmbädern
entsprechend dieser Norm.
Diese Norm gilt nicht für Becken von Schwimmbädern sowie deren umgebende Bereiche, die Bestandteil des
Anwendungsbereichs einer Betriebsmittelnorm sind.



702.Schutz gegen elektrischen Schlag unter Fehlerbedingungen
(Schutz bei indirektem Berühren oder Fehlerschutz)

702.Zusätzlicher Schutzpotentialausgleich
Alle fremden leitfähigen Teile in den Bereichen 0, 1 und 2 müssen über Schutzpotentialausgleichsleiter
miteinander verbunden werden. Sie müssen außerdem mit dem Schutzleiter der Körper von Betriebsmitteln,
die in diesen Bereichen angeordnet sind, verbunden werden.

ANMERKUNG 1 Die Verbindung der Schutzpotentialausgleichsleiter mit dem Schutzleiter kann in der Nähe der Betriebsmittel
vorgenommen werden, z. B. in einer Abzweigdose oder in einem Verteiler. Diese Verbindung sollte vorzugsweise
an der Schutzleiterschiene im Installationsverteiler oder an der Hauptpotentialausgleichsschiene erfolgen.

ANMERKUNG 2 Siehe auch 702.55.1, 2. Aufzählungsstrich.

ANMERKUNG 3 Fremde leitfähige Teile sind leitfähige Teile, die nicht zur elektrischen Anlage gehören, jedoch ein
elektrisches Potential einschließlich des Erdpotentials - für den Anwendungsbereich dieser Norm von außerhalb der
Bereiche 0, 1 und 2 in die Bereiche 0, 1 oder 2 - einführen können. Solche Teile können z. B. sein:
- metallene Rohrleitungen für Frischwasser, Abwasser, Gas, Heizung, Klima und Ähnliches,
- Metallteile der Gebäudekonstruktion,
- Metallteile der Schwimmbeckenkonstruktion,
- Bewehrungen von nicht isolierenden Fußböden,
- Bewehrungen von Betonbecken.

Fußböden und bereichsbegrenzende feste Abtrennungen brauchen nicht in den Schutzpotentialausgleich einbezogen zu
werden, wenn sie isolierend sind. Das ist der Fall, wenn der Isolationswiderstand von Fußböden und festen
Abtrennungen unter den in DIN VDE 0100-610 (VDE 0100 Teil 610):1994-04, Anhang A festgelegten Bedingungen an
jeder Stelle, an der gemessen wird, die folgenden Werte nicht unterschreitet:
- 50k., wenn die Nennspannung der Anlage 500 V nicht überschreitet,
- 100 k., wenn die Nennspannung der Anlage 500 V überschreitet.
Fußböden, die aus einzelnen Betonplatten bestehen, deren Armierungen nicht ohne Beschädigungen der Platten
zugänglich sind, brauchen - auch wenn sie nicht isolierend sind - in den zusätzlichen Schutzpotentialausgleich nicht einbezogen
zu werden. Betonplatten - auch wenn sie nicht isolierend sind - ohne Armierung, Plattenbeläge sowie der
Mutterboden (z. B. Rasen) brauchen in den zusätzlichen Schutzpotentialausgleich nicht einbezogen zu werden.

Als nicht isolierende Fußböden gelten z. B. großflächige Betonplatten mit Armierung/Bewehrung (z. B. Baustahlmatten)
mit Erdkontakt. Ein wirksamer zusätzlicher Schutzpotentialausgleich wird erreicht, wenn diese Armierung/Bewehrung
beim Einbringen verrödelt oder verschweißt wird und mit dem Schutzpotentialausgleichsleiter verbunden wird. In diesem
Fall wird eine ähnliche Wirkung wie bei der Potentialsteuerung erreicht. Bei isolierenden Fußböden ist eine
Potentialsteuerung nicht gefordert.
Folgende leitfähigen Teile, sofern sie ein Potential nicht in die Bereiche 0, 1 oder 2 einführen können, zählen nicht zu den
fremden leitfähigen Teilen und brauchen deshalb in den zusätzlichen Schutzpotentialausgleich nicht einbezogen werden:
- Ein- und Ausstiegleitern,
- Handläufe und Haltegriffe am Beckenrand,
- Gitterabdeckungen einschließlich deren Einbaurahmen von Überlaufrinnen,


Abschliesend würde ich einfach mal empfehlen alle Teile aus Metal:

:arrow: Leitern
:arrow: Lampen
alle Teile aus Metal am Pool müssen geerdet werden :idea:
Admin und Seo
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